Eindrücke von der Cebit 2014: Datability und Social Business Arena

Am Dienstag habe ich die CeBIT 2014 besucht, deren Fokus in diesem Jahr auf dem Thema Big Data bzw. "Datability" liegt. Neben den üblichen IT Riesen wie SAP, HP, Microsoft etc. haben auch eine Menge kleinerer Unternehmen und Startups ihre Lösungen präsentiert. So natürlich auch die Kollegen von ParStream, die in Halle 6 A18 mit einem Stand vertreten sind.

Big Data Analytics und Reporting

Was mich aber neben den Lösungsanbietern von Big Data Datenbanken interessiert hat waren die Analyse und Reporting Tools. So ist natürlich Jaspersoft ebenso mit einem Stand vertreten wie Pentaho, um nur einen kleinen Auszug von Anbietern zu nennen. Bei den Analyse und Reporting Lösungen liegt der Fokus klar auf der Anbindung unterschiedlichster Datenquellen und den einheitlichen Zugriff darauf über eine eigene Domänen-Schicht. So können neben den typischen relationalen Datenbanken ohne Probleme auch NoSQL bzw. Big Data Datenbanken angebunden werden. Gerade in größeren Unternehmen oder Konzernen besteht immer wieder das Problem, dass Daten in verteilten Systemen erfasst, gespeichert und in separaten Reports aufbereitet werden. Mithilfe von Jaspersoft, Pentaho & Co können diese Daten in einem Tool wieder zusammengeführt und visualisiert werden, z.B. in Ad-hoc Reports und individuellen Dashboards.

Social Business Arena

Neben dem Big Data Thema fand in Halle 6 an den ersten beiden CeBIT Tagen die "Social Business Arena" statt. In lockerer Atmosphäre wurde das Thema Enterprise 2.0 und die Nutzung von Social Software in Unternehmen diskutiert. In zahlreichen Vorträgen und Diskussions-Panels wurde eines sehr schnell deutlich: Allein die Bereitstellung solcher Tools für die Mitarbeiter reicht lange nicht aus. Wichtig ist es Multiplikatoren ("Ambassadors") im Unternehmen zu rekrutieren, die als leuchtendes Beispiel vorangehen - gerade auch im höheren Management. Weiterhin ist es absolut notwendig ein Community Management Team zu etablieren, welches die Community moderiert und weiterentwickelt, Themen voranbringt und den Mitarbeitern Hilfestellung bietet.

Im "Praxis-Panel: Erfahrungen zur unternehmensweiten Social Adoption" hat Daniel Pankatz von Deutsche Post DHL seine Erfahrungen bei der Einführung von Social Collaboration vorgestellt. Besonders spannend hier war, dass die Einführung von Yammer im Kleinen begonnen wurde, obwohl es gar kein "offizielles" Projekt, geschweige denn Budget dafür gab. Mit viel "2.0 Enthusiasmus" und teilweise auch Freizeiteinsatz wurde ein konzernweites Soziales Netzwerk aufgebaut, welches inzwischen mit über 25.000 Nutzern aus allen Divisionen und Ländern und mehreren hundert Gruppen zu den unterschiedlichsten Themen im Arbeitsalltag auf "offiziell" etabliert ist. Neben der Yammer Einführung wurde gemeinsam mit uns in einem zweiten Projekt das Extranet für operative Kräfte in Deutschland realisiert. Ziel hier war die Einbindung von operativen Kräften in die Unternehmenskommunikation mithilfe einer eigenen Mitarbeiter-Community. Durch Bewertungs- und Kommentarfunktionen sowie die Nutzung von Diskussionsgruppen gibt es seit 2 Jahren in Deutschland einen regen Austausch zwischen der Zentrale in Bonn und den operativen Kräften wie Briefträger und Paketzusteller in der Fläche.

"Wir bekommen durch die Enterprise 2.0 Ansätze unglaublich wertvolle Rückmeldungen und Erkenntnisse. Die Zusammenarbeit über Divisionen und Länder hinweg wird gestärkt - so gab es beispielsweise ein Thema innerhalb einer Yammer-Gruppe, welches rund um den gesamten Globus ging und Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Positionen im Unternehmen beteiligt waren.", so Daniel Pankatz.

Neben Diskussionen über die aktuelle Verbreitung und Nutzung ging es auch um die Fragestellung wie der "Digital Workplace" in Zukunft aussehen wird. Hier war die klare Aussage, dass Social Adoption auch in die Geschäftsprozesse der Unternehmen einfließen muss. Dazu müssen Führungskräfte umdenken und sich von festgefahrenen Strukturen und Prozessen lösen können. Die Unternehmenskultur muss sich ändern, so dass Social Adoption möglich wird und gelebt werden kann. Auch wird es nicht den einen "Digital Workplace" für alle Mitarbeiter des Unternehmens geben. Vielmehr wird jeder Mitarbeiter seinen individuellen Workplace haben, der sich bestenfalls modular zusammensetzt und von jedem auf seine persönlichen Bedürfnisse angepasst werden kann.

Das Thema Mitarbeiterportal und Collaboration wird in den nächsten Jahren immer wichtiger, doch viele Unternehmen stehen noch ganz am Anfang beim Thema Social Business und Collaboration. Wir unterstützen Sie gern mit kompetenter Beratung, Einführung und Realisierung von individuell abgestimmten Lösungen.

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